Vielen Dank für die Verfügungsstellung der Fotos an Achim Mende (bodensee.aero).

Steuerung und Regelung

6 ab- und aufwärts-fahrende , dem Bühnenskript entsprechend einzeln oder im Gleichlauf, geregelte Gitterrahmen stellen die Grenzen und Welten vom Adel und der Zigeuner dar.

Romantische Liebe, tödliche Eifersucht und wahnsinnige Rachegelüste: Das sind die treibenden Elemente von Guiseppe Verdis Oper Der Troubadour auf der Bregenzer Seebühne.

Das packende Drama der Oper rankt sich um zwei rivalisiernde Männer: Graf Luna und Manrico, ein Troubadour und Rebell, der zugleich angeblich Sohn der Zigeunerin Azucena ist. Die beiden sind nicht nur politische Feinde und stehen sich auf dem Schlachtfeld gegenüber, sondern sie kämpfen auch um die Zuneigung Leonores, der jungen Hofdame der Königin und Gräfin von Sargasto. Doch diese liebt Manrico und kann ihn nicht vergessen, seit sie ihn bei einem Turnier gesehen hat. Als sie meint, Manrico sei im Kampf gefallen, plant sie, sich in ein Kloster zurückzuziehen. Doch beide Männer versuchen, sie an diesem Entschluss zu hindern und stehen sich dabei erneut im Kampf gegenüber. Unaufhaltsam nimmt das Schicksal seinen Lauf.

Die Welt der Zigeuner bildet den Hintergrund: ihre Heimatlosigkeit, ihre Traditionen, ihre Freiheit. Mit der Mutter Azucena ist Guiseppe Verdi die Zeichnung einer grossen Frauengestalt gelungen, musikalisch von höchstem Anspruch ist sie innerlich zwischen dem Durst nach Rache und ihrem Glauben an die Sohnesliebe zerrissen. Nicht umsonst bezeichnet der Komponist selbst die Rache als treibende Kraft in seinem Werk: „Der wichtigste Teil des Dramas verbirgt sich in einem einzigen Wort: „Vendetta!“. Und diese Rache zieht sich über mehrere Generationen hin, durch Blutsbanden sind die beiden Rivalen miteinander verbunden…