Richtlinien und Normen zur Mensch-Roboter-Kollaboration MRK

Die gesetzlichen Anforderungen an kollaborative Szenarien beschreibt zunächst die EG-Maschinenrichtlinie 2006/42/EG – Anhang 1.

Der Hersteller einer Maschine oder sein Bevollmächtigter haben dafür Sorge zu tragen, dass eine Risikobeurteilung vorgenommen wird, um die für die Maschine geltenden Sicherheits- und Gesundheits-Schutzanforderungen zu ermitteln. Bei der Risiko-Bewertung muss auch das nahe Umfeld der Applikationen in die Analyse miteinbezogen werden, Alle eventuell möglichen schadhaften Kollisionen, auch ein Einklemmen von Gliedmassen, Arbeitshandschuhen oder ein Stolpern des Werkers sind wirkungsvoll abzusichern.

Normative Grundlagen für die funktionelle Sicherheit von MRK-Anwendungen wiederum sind allgemeine Normen wie die IEC 61508, die IEC 62061 sowie die ISO 13849-1 und -2. Darüber hinaus sind die ISO 10218-1 und -2 zur Sicherheit von Industrie-Robotern zu berücksichtigen.

In der Technischen Spezifikation ISO/TS 15066:2017-04 wiederum sind speziell für die Roboter im Kollaborations-Betrieb und Robotergeräte wesentlichen Einsatzanforderungen festgelegt. Diese MRK-Norm beschreibt zum einen Einsatzanforderungen für 4 Kollaborationsarten und erläutern im Detail die erforderlichen Schutzprinzipien. Zum anderen enthält sie detaillierte Angaben über einzuhaltende Schmerzschwellen für die jeweiligen Körperregionen

Artikel aus austromatisierung 07/2019
Foto von Kuka